Therapien

 

Die Behandlung ist oft langwierig und kann für Patienten und Therapeuten frustrierend sein.

Die Prognose ist am besten, wenn die Krankheit zeitig erkannt und behandelt wird.

Chronische schwere Verläufe sind insgesamt mit weniger als 2 % der Fälle eher selten.

 

Es gibt keine Standardtherapie, jegliche Therapieoptionen sind rein symptomatisch:

  • Krankengymnastik: Zwar ist physiotherapeutische Beübung in der Prophylaxe nach frischen Frakturen unumstritten, jedoch hilft in der Therapie nur stadiengerecht angepasste Krankengymnastik. Nie verboten sind kontralaterale Aktivitäten. Übungen der betroffenen Extremität hingegen sollte im akuten, von Ödem, Rötung und Schmerz betroffenen Abschnitt unterlassen werden. Ist die akute Entzündungsphase vorbei, ist milde Aktivität hilfreich, später mit einsetzender Dystrophie fortdauernd beizubehalten. Ärztliche Überwachung des Effekts und ggf. Anpassung der Verordnung sind notwendig.
  • In der Ergotherapie können zusätzlich in den Anfangsstadien Lagerungsschienen angefertigt werden, um den Bewegungsschmerz zu reduzieren und Fehlstellungen z. B. in der Nacht vorzubeugen; Die Ergotherapie arbeitet ganzheitlich und berücksichtigt unter gezielter Verwendung eines sehr breiten Spektrums an Behandlungsmethoden auch die psychische Situation der betroffenen Patienten; eine weitere wichtige Behandlung ist die Ödembehandlung.
  • Schmerztherapie: trizyklische Antidepressiva, Calciumantagonisten, periphere Analgetika (NSAID, z. B. Ibuprofen oder Diclofenac) oder Opioide (wie Morphin).
  • lokale Anwendung von steroidhaltiger Salbe oder DMSO (Dimethylsulfoxid als Radikalfänger).
  • In bestimmten Fällen (Harden/Swan)ist eine Blockade des sympathischen Ganglion stellatum angezeigt. Sie sollte nach Möglichkeit innerhalb der ersten sechs Monate der Krankheitsdauer erfolgen, da nur dann Besserungsraten von bis zu 70 % erzielt werden können.
  • Der frühzeitige Einsatz von Calcitonin (Nasenspray) kann den Verlauf positiv beeinflussen.
  • Durch Rheologika wie Haes kann die Durchblutung in den Kapillaren verbessert werden.

Quelle:

 http://de.wikipedia.org/wiki/Komplexes_regionales_Schmerzsyndrom